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Sonstiges

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Aufruf - Hilfe für Männer in Not!

Jede Gemeinde kann helfen!

Seit mehr vielen Jahren helfen wir Männern in besonderen Nöten. Manche haben durch den Bruch in ihrem Beziehungsleben zeitweilig die Bodenhaftung verloren, auch durch Arbeitslosigkeit, durch Verschuldung oder durch jugendlichen Übermut. Gerichtsverfahren führen meist zu noch mehr Schulden, die ohne ein geregeltes Einkommen von diesen Männern nur “abgesessen” werden können.
Vor 18 Jahren ist in meiner damaligen Pfarrei Eisenhüttenstadt einmal ein junger Mann erschienen, der anfragte, ob er seine Strafe bei mir “abarbeiten” dürfe. Ich war ganz erstaunt, dass das geht, habe ihn aber unterstützt und nach dem Ableisten der 60 Stunden jahrelang einen treuen Helfer an meiner Seite gehabt, der sogar Männer mitgebracht hat, wenn es darum ging, für Feste Tische zu stellen usw. Später in Müllrose und heute in Berlin ist es immer noch so. Feiere ich ein Fest, kommt “meine” Spezialtruppe. Inzwischen kennen mich Richter, Staatsanwälte und die Gerichtshilfe und schicken von sich aus Kandidaten. Es gab auch mal die eine oder andere schlechte Erfahrung, aber eben hunderte gute Erfahrungen. Viele arbeiten sogar ständig in unserem Haus, da sie keine Arbeit
haben ... meist handwerklich. Unseren in der DDR-Zeit doch sehr abgewohnten Häusern tut die Dauerpflege gut, unserer Gemeinde auch, weil die wenigen aktiven Männer nicht ständig zu Festvorbereitungen gedrängt werden müssen. Man kann sich in eine Liste der Gerichtshilfe eintragen lassen – das hat noch den schönen Nebenefekt, dass man hin und wieder eine Spende erhält, wenn das Gericht zahlfähige Kunden zu Geldstrafen verurteilt, aber kann aber auch Männer, die man kennt, in solchen Situationen ermutigen, den Antrag bei der Staatsanwaltschaft zu stellen, dass die Strafe “abgearbeitet” werden kann.
“Arbeit statt Strafe” wird bei Vergehen genehmigt, nicht aber bei kriminellen Handlungen: Diebstahl, Gewalttaten usw. Das ist auch gut so. Es geht nicht ohne Aufsicht, früher habe ich nur die behalten, bei denen es ausgereicht hat, ein tägliches Planungsgespräch zu führen. Heute in Berlin nimmt mir die Aufsicht ein halbtags angestellter Hausmeister ab, aber auch unser Küster sieht schon mal hin. Es geht aber auch ohne diese Privilegien.

Geben Sie Männern in der Not doch einmal eine Chance!

Ihr Pfr. Joh. Simang